Noch kein Leser?

Jedes Wochenende bekommen über 12k Menschen meine besten Strategien und Erkenntnisse direkt in ihre Inbox. Komm gerne dazu :)

  • 12. Apr

6 Level des Denkens, die JEDER können MUSS

    Ich wollte mein Leben lang wie Genies denken.

    Ich wollte Fakten kombinieren wie Sherlock Holmes.
    Ich wollte Erfindungen hervorbringen wie Leonardo Davinci und Tony Stark.
    Ich wollte schreiben und Massen begeistern wie Marcus Aurelius.

    Stattdessen habe ich das bekommen: Anki-Karten die ich 200 Mal wiederholt habe, und eine Woche nach der Klausur war alles weg. Newsletter-Drafts, an denen ich zwei Stunden gearbeitet habe, die sich am Ende kacke angefühlt haben. Business-Ideen, die ich mit Motivation gestartet habe, und nach drei Wochen lag ich wieder auf dem gleichen Punkt, weil irgendwas nicht stimmte und ich zum nächsten "besseren" Projekt geswitcht bin.

    Du kennst das wahrscheinlich. Du gibst Gas, du lernst, du konsumierst jeden richtigen Podcast. Und trotzdem kommt da immer wieder dieser Gedanke hoch: warum kommen andere mit weniger Aufwand weiter? Warum sehe ich mein eigenes Potenzial und bringe trotzdem so wenig davon auf die Straße? Das macht mir brutal Angst, offen gesagt. Nicht die Angst vor Misserfolg. Die Angst, irgendwann auf ein Leben zurückzublicken, in dem ich nie wirklich das abgerufen habe, was in mir steckt.

    Das Problem dahinter hat einen "Namen". Und ich verspreche dir: wenn du ihn einmal kennst, wirst du ihn in jedem Gespräch, in jedem Meeting, in jeder Klausur, in jedem Newsletter-Draft wiedererkennen. Du wirst verstehen, warum manche Menschen mit ihren Ideen durch die Decke gehen und andere in einem Leben landen, das sie nie wollten.

    Was alle meinen, wenn sie sagen "verstehe es wirklich tief"

    Keine Sorge, ich springe nicht im Thema...
    Du checkst gleich, was ich damit meine.
    Gib mir die Minute, um den Bogen zurück zu machen:

    Es gibt einen Ratschlag, der in jedem Kurs, jedem Business-Buch und jedem Lernvideo vorkommt: "Verstehe das, was du lernst, wirklich. Nicht oberflächlich, sondern versteh es tief."

    Der Ratschlag ist richtig. Das Problem: niemand erklärt, was das eigentlich bedeutet.

    "Verstehe es tief" ist kein Skill. Es ist ein Wunsch. Als würde jemand zu einem Kochschüler sagen: "Du musst einfach besser kochen." Okay. Wie?

    Was alle meinen, wenn sie das sagen, aber nie sagen, hat einen Namen. Aber bevor ich dir den Namen gebe, lass mich dir eine Stelle aus meinem Leben zeigen.

    Wir sind in der Mensa und die Klausur steht kurz bevor. Ein Mädchen aus unserem Kurs sagt: "Ich finde es krass, ich könnte jetzt nicht erklären, was passiert, wenn ein Virus meinen Körper betritt."

    Sie hatte in unserer ersten Klausur 99 Prozent.

    Ich hatte 70 Prozent. Ich hatte mit Anki-Karten gelernt, auswendig gelernt was auf den Karten stand, und es in der Klausur abgerufen. Wir hatten beide etwas Wichtiges nicht verstanden, nur an verschiedenen Stellen.

    Dann hatte ich angefangen, ein bisschen besser zu lernen. Als das Mädchen sagte, sie könnte den Viruseintritt nicht erklären, war ich so: "Hä, natürlich kann ich das." Weil ich die Prozesse einfach wirklich verstanden hatte. Mittlerweile habe ich in den Klausuren, vor allem in den Klinik-Klausuren, über 90 Prozent.

    Ich bin nicht dumm, aber ich bin auch nicht übertrieben smart. Aber selbst intelligent sein hilft nicht, wenn man die falschen Techniken benutzt.

    Und genau diese Technik ist die Grundlage für all meinen Erfolg im Leben.
    Und als ich angefangen habe, das auf's Lernen zu übertragen, hab ich locker 5x so effizient gelernt.

    Die Hierarchie, die entscheidet, ob du wirklich denkst

    1956 hat Benjamin Bloom eine Hierarchie kognitiver Prozesse veröffentlicht, die heute in jedem Bildungswissenschaftsstudium auftaucht, aber kaum checkt es wirklich.

    Sie nennt sich Blooms Taxonomy und das Konzept von dem ich dich überzeugen will ist: Higher Order Thinking (Denken in den höheren Ordnungen dieser Taxonomie), ist der krasseste Game Changer für dein Leben.

    Die untersten Ebenen sind Erinnern und Verstehen: Fakten abrufen, Definitionen kennen, reproduzieren was auf den Karteikarten steht. In der Medizin bedeutet das, die Symptome eines Herzinfarkts auswendig lernen. Im Business bedeutet das, eine Marketing-Theorie aus einem Buch runtersagen können.

    Die oberen Ebenen sind Anwenden, Analysieren, Bewerten. In der Medizin: verstehen, welches dieser Symptome wirklich wie häufig vorkommt, auf was du in der Klinik wirklich achten musst, wie sich der Herzinfarkt bei Frauen anders präsentiert als bei Männern und wie du ihn von einem muskulären Problem unterscheidest, wenn das EKG noch normal ist. Im Business: ein Video mit einer Million Views nicht als Zahl sehen, sondern die Prinzipien checken wollen. Warum hat es diese Views bekommen? Welches Problem spricht es an? Wie häufig haben Menschen dieses Problem? Und wie kannst du es in ein Produkt umwandeln und damit Geld verdienen? Wie kann ich das virale Video für meine Themen nutzen?


    Jetzt zurück zum Mädchen aus der Mensa. Warum hatte sie 99 Prozent, wenn sie doch nicht erklären konnte, was ein Virus mit dem Körper macht? Weil sie von Natur aus intelligent ist, und weil die Fragen in der Vorklinik häufig genau so gestellt werden, wie der Stoff steht: faktisch, klar, reproduzierbar und das konnte sie wie ausm FF. Wo es bröckelt, ist da, wo die Fragen aufhören, wie in der Vorlesung auszusehen. Bei echten Fällen. Bei klinischer Anwendung. Bei Situationen, die man so noch nie gesehen hat. Bei mir hatte es sogar früher schon gebröckelt.

    Und hier ist der Grund, den mir damals niemand erklärt hat: unser Gehirn kann nur auf eine bestimmte Art wirklich lernen. Es ist dafür gebaut, durch Neugier Verbindungen herzustellen, durch Relevanz Bedeutung zu konstruieren, durch Verknüpfungen Wissen aufzubauen. Nicht dafür, 500 isolierte Fakten in den Arbeitsspeicher zu schreiben und sie eine Woche später vergessen zu haben. Anki-Karten arbeiten gegen dieses Prinzip. Higher Order Thinking arbeitet damit.

    1972 haben Fergus Craik und Robert Lockhart eine Studie durchgeführt, die seitdem repliziert wurde, aber selten so direkt beschrieben wird, wie sie es verdient. Sie haben Probanden Wörter gezeigt und drei Gruppen nach unterschiedlichen Dingen gefragt. Gruppe 1: Ist das Wort in Großbuchstaben geschrieben? Gruppe 2: Reimt es sich auf ein anderes Wort? Gruppe 3: Ist dieses Wort angenehm oder unangenehm für dich?

    Dann haben sie das Gedächtnis getestet.

    Gruppe 3 hatte viel, viel krassere Erinnerungswerte als die anderen. Nicht weil sie mehr Zeit hatten. Sondern weil sie auf dem Evaluate-Level waren, weil sie nicht nur verarbeitet, sondern beurteilt hatten. Dadurch merkt man sich die Dinge vieeel krasser, als durch reines Verstehen, und zwar ohne dass du mehr Zeit investiert.

    Und hier ist der Punkt, den ich von Dr. Justin Sung gelernt habe: Memory und Verstehen sind keine Stufen, die du zuerst "erreichen" musst. Sie sind Symptome. Wer auf Higher-Order-Ebene verarbeitet, bekommt Lower-Order automatisch dazu.

    Higher-Order Methoden produzieren Higher-Order UND Lower-Order Wissen. Lower-Order Methoden produzieren NUR Lower-Order Wissen.

    Wenn Lernen und Denken sich leicht anfühlen, bist du wahrscheinlich im Lower-Order-Mode.

    Warum HOT jetzt der wichtigste Skill der Welt ist

    Naval Ravikant und Tim Ferriss haben separat in Podcasts über das geredet, was die nächsten Jahre entscheidet: strategisches Denken wird zur eigentlichen Leverage, weil Ai die Ausführung übernimmt. Die Frage ist nicht mehr, wie du etwas ausführst. Die Frage ist, ob du weißt, was du tust und warum.

    Jetzt mit Ai werden wir so darauf trainiert, nicht mehr zu denken. Es ist unfassbar. Du tippst eine Frage rein, bekommst eine Antwort, denkst "Ah, checke ich" und erinnerst dich 10 Minuten später nicht mehr dran. 80 Prozent der Menschen werden durch Ai dümmer werden.

    Die meisten Creator sind gerade einfach nur reine Copycats. Die Definition von Dogma. Die Definition von: ich labere nach, was ich irgendwo sehe, weil es Views bringt. Die, die in zwei Jahren rausstehen werden, sind die, die Inhalte, die sie normalerweise klauen würden, mit ihren eigenen Gedanken kombinieren. Das sind die wirklich kranken F*cker.

    Es gab immer wieder diese Momente: Dropshipping, Amazon FBA, Personal Branding, Content Creation, Ai. Wer früh dran war und richtig dran war, hatte einen Vorsprung, den andere nicht mehr aufholen konnten. Ai ist gerade so ein Moment. Der Unterschied diesmal: es gewinnt nicht, wer am schnellsten anfängt. Es gewinnt, wer anders denkt.

    Wie genau du HOT in 4 Schritten lernst und dein Leben veränderst

    Wenn du diese 4 Schritte checkst, wirst du nicht nur schneller lernen und klarer denken, sondern auch die perfekte Basis haben, um Content zu schreiben oder ein Business zu starten.

    Wenn du diesen Newsletter liest und dir denkst, okay, wie kann ich das auf meinem Business anwenden? Finde ich das gut? Finde ich das scheiße? Dann machst du gerade Higher Order Thinking. Jetzt zeige ich dir, wie du das als tägliche Praxis aufbaust.

    Higher Order Thinking trainieren heißt nicht mehr konsumieren. Es heißt, ein Thema wirklich durchdenken. Nimm dir Writing als dein erstes Thema, wenn du gerade keins hast. Nicht weil es das einzige ist, sondern weil es ein universales Werkzeug ist. Und die vier Fragen, die ich dir gleich gebe, funktionieren für jedes Thema der Welt.

    Schritt 1: Warum ist dieses Thema überhaupt wichtig?

    Die meisten Menschen überspringen diese Frage, weil sie sich offensichtlich anfühlt. Genau deshalb bleibt ihr Wissen oberflächlich.

    Bei Writing kommst du, wenn du es wirklich durchdenkst, irgendwann hier an: Writing ist der Mechanismus hinter jedem YouTube-Video, jedem Newsletter, jeder Werbung die du im Fernsehen siehst, jeder Sales-Page, die jemals jemanden dazu gebracht hat, etwas zu kaufen. Alles basiert auf Writing, und noch tiefer basiert es auf menschlicher Psychologie. Wer die Systeme hinter Writing versteht, versteht gleichzeitig die Systeme hinter Sales und Marketing. Writing ist das Tool der größten Köpfe der Menschheit, weil es dich zwingt nachzudenken, und weil es das Werkzeug ist, mit dem du andere Menschen von deinen Ideen überzeugst. Wer das meistert, kann alles machen.

    Deine Aufgabe: Schreib auf, warum dein Thema wirklich wichtig ist. Nicht eine oberflächliche Antwort. Die echte.

    Schritt 2: Womit hängt es zusammen?

    Verbindungen herzustellen ist der Moment, in dem Higher Order Thinking beginnt. Nicht isoliertes Wissen speichern, sondern sehen, wo Konzepte ineinandergreifen.

    Writing hängt zusammen mit Personal Branding, weil deine Persönlichkeit ohne Writing unsichtbar bleibt. Mit Marketing und Sales, weil wer Writing meistert, nie lernen muss wie man unangenehm verkauft. Mit klarem Denken, weil das Feynman-Prinzip genau das ist: wer etwas nicht einfach erklären kann, hat es noch nicht wirklich verstanden. Und mit deinem Business: wenn du Menschen für deine Ideen begeistern kannst, steht dir nichts im Weg um 10, 20, 30.000 Euro im Monat durch etwas zu verdienen, das dir wirklich wichtig ist.

    Deine Aufgabe: Finde fünf Verbindungen zu deinem Thema und schreib für jede in einem Satz auf, warum diese Verbindung besteht.

    Du kannst auch Verbindungen zu GANZ anderen Domänen finden.

    Schritt 3: Welche Probleme löst es?

    Jedes Konzept, das es wert ist verstanden zu werden, löst echte Probleme in echten Leben. Die meisten lernen Konzepte, ohne sich diese Frage je zu stellen. Deshalb bleibt das Wissen abstrakt und bekommt kenie Linse, durch die man das Thema sieht.

    Die Probleme, die Writing löst: das Gefühl auf der Stelle zu treten, obwohl man Gas gibt. Brain Fog, bei dem man weiß was man will, aber nicht ausdrücken kann was man meint. Krasse Business-Ideen, für die sich trotzdem niemand interessiert, weil man nicht gelernt hat, Menschen dafür zu begeistern. Das Gefühl, intelligent zu sein, aber niemanden damit zu erreichen. Und diese lähmende Kombination aus vielen Ideen und null Output, die am Ende zum gleichen Punkt zurückführt, an dem man angefangen hat.

    Deine Aufgabe: Liste die Probleme, die dein Thema löst. So spezifisch wie möglich. Keine Kategorien, sondern Szenen.

    Schritt 4: Wie verändert sich das Leben?

    Das ist der Schritt, bei dem du aufhörst, Fakten zu lernen, und anfängst, Bedeutung zu konstruieren. Das ist auch der Schritt, den fast niemand macht.

    Ich war in einem Herzchirurgie-Praxisblock. Der Arzt hat kurz innegehalten, als ich eine Frage gestellt habe. Nicht weil ich mehr über Herzchirurgie wusste als alle anderen im Raum, sondern weil ich durch mein Writing gelernt hatte, die richtigen Fragen zu stellen. Verbindungen zu sehen. Lücken zu erkennen. Higher Order Thinking, das in der Praxis landet.

    Wer Writing wirklich versteht, versteht irgendwann, dass Writing der Skill ist, der einen mittellosen Künstler von einem Millionen-Künstler unterscheidet. Nicht das Talent. Nicht die Verbindungen. Die Fähigkeit, Menschen für eine Idee zu begeistern. Wer das kann, kann seiner Leidenschaft folgen und trotzdem Geld verdienen. Nicht trotz dem Fokus auf das was wichtig ist, sondern wegen ihm.

    Deine Aufgabe: Beschreib, wie das Leben der Person aussieht, die dein Thema wirklich verstanden hat. Kein Wunschbild. Eine Beschreibung.

    Mach es öffentlich

    Diese vier Schritte sind keine dumme Übung, die man eh nie macht. Ich mache das in noch krasserer Form vor jedem Newsletter. Der Moment, in dem du deine Gedanken so aufbereitest, dass ein anderer Mensch sie versteht, ist der Moment, in dem du weißt, ob du es wirklich verstanden hast.

    Such dir ein Reel oder Video, das gerade viral geht und thematisch nah an deinem Thema ist. Versteh, warum es funktioniert: was ist die Hook, welches Problem spricht es an, warum scrollt niemand weg? Dann nimm deine Notizen aus den vier Schritten und wende dieselben Prinzipien darauf an. Dann poste es. Auf Substack, auf Threads, auf LinkedIn, auf Twitter, egal wo du anfangen willst. Du musst dein Gesicht nicht zeigen. Fang einfach an.

    Ash hat das gemacht. Zwei Newsletter geschrieben. Nach dem zweiten hat ihn jemand angeschrieben und gefragt, ob er ihm bei seinen Problemen enger helfen kann. Er hat einen Coaching-Kunden für 2.000 Euro abgeschlossen, ohne verkaufen zu müssen, ohne unangenehme Werbung, ohne jemanden überzeugen zu müssen. Einfach weil die Person seine Art zu denken gelesen hat und Bock drauf hatte.

    Das ist, was passiert, wenn Higher Order Thinking in Writing landet.

    Ich wollte mein Leben lang wie Genies denken. Was ich rausgefunden habe: Sherlock Holmes, Davnici und Marus Aurelius waren Genies, aber die Gedankenmuster dahinter kann man trainieren und lernen. Und einen Teil dieser Muster bist du gerade durchlaufen.

    Wenn du da tiefer reingehen willst, schau dir das hier an. Lohnt sich.

    Das war's für die Woche.
    Ich wünsche dir wie immer nur das Beste

    Jani


    PS: Am 22. April zeige ich dir in meiner Masterclass, wie du in 30 Tagen dein Wissen in Content und dein erstes digitales Produkt verwandelst, ohne dein Gesicht zeigen zu müssen.

    Kannst dich hier kostenlos anmelden :)

    Lass mich dein Wochenende verschönern

    Jedes Wochenende bekommen über 12k Menschen meine besten Strategien und Erkenntnisse direkt in ihre Inbox. Komm gerne dazu :)

    Du meldest dich an, um E-Mails von Jani Jäckel zu erhalten.

    0 comments

    Beitretenor login to leave a comment